Gewerbespeicher Eine Viertelstunde bestimmt den Leistungspreis eines ganzen Jahres.

Wie Peak Shaving funktioniert.
Unternehmen mit registrierender Leistungsmessung zahlen im Netzentgelt neben dem Arbeitspreis pro kWh einen Leistungspreis pro kW. Abgerechnet wird die höchste Viertelstunde des Jahres. Läuft eine Maschine einmal im Jahr mit allen anderen zugleich an, zahlen Sie diese Spitze zwölf Monate lang.
Der Speicher entlädt genau dann, wenn die Last eine festgelegte Grenze überschreitet. Das Netz sieht die Spitze nicht mehr.
Ein Speicher, mehrere Aufgaben.
Wirtschaftlich wird ein Gewerbespeicher meist dann, wenn er mehrere Aufgaben übernimmt. Die Betriebsstrategie legt fest, welche Vorrang hat.
Peak Shaving
Der Speicher liefert, sobald die Last eine festgelegte Grenze überschreitet. Die gemessene Jahreshöchstleistung sinkt – und mit ihr der Leistungspreis im Netzentgelt.
Eigenverbrauch
Mittags überschüssiger Solarstrom wird gespeichert und in den Stunden genutzt, in denen die PV-Anlage weniger erzeugt als der Betrieb verbraucht.
Laden ohne neue Spitze
Schnelllader für Flotte und Lkw ziehen kurz sehr viel Leistung. Der Speicher puffert diese Spitzen, damit der Netzanschluss reicht und der Leistungspreis nicht steigt.
Ersatzstrom
Mit entsprechender Netzumschaltung versorgt der Speicher bei einem Netzausfall ausgewählte, kritische Verbraucher – etwa Server, Kühlung oder Sicherheitstechnik.
Erlöse aus Regelenergie oder Strommarkt-Arbitrage prüfen wir bei Bedarf gemeinsam mit unserem Schwesterunternehmen enTena.energy.
Was eine niedrigere Spitze wert ist.
Tragen Sie die Werte aus Ihrer Netzentgelt-Abrechnung ein. Der Rechner zeigt nur den Effekt auf den Leistungspreis – die vollständige Wirtschaftlichkeit berechnen wir mit Ihrem Lastgang.
Rechenbeispiel mit angenommenen Werten
- Leistungspreis bisher
- 30.000 € / Jahr
- Leistungspreis mit Ziel-Spitze
- 21.600 € / Jahr
- Spitzenreduktion
- 70 kW
Mögliche Einsparung beim Leistungspreis
8.400 € pro Jahr
Formel: Spitzenreduktion (kW) × Leistungspreis (€/kW·a). Betrachtet wird nur der Leistungspreis – ohne Arbeitspreis, Eigenverbrauch, Investition, Wirkungsgrad und Betriebskosten. Ob die Ziel-Spitze technisch erreichbar ist, hängt von Dauer und Häufigkeit Ihrer Lastspitzen ab und lässt sich nur mit Lastgangdaten prüfen. Keine Zusage einer Einsparung.
Ausgelegt auf Ihre Daten, nicht auf ein Datenblatt.
Leistung und Kapazität
Kurze, hohe Spitzen verlangen Leistung in kW, lange Spitzen und Eigenverbrauch Kapazität in kWh. Beides leiten wir aus dem Lastgang ab.
Betriebsstrategie
Grenzwert für Peak Shaving, Reserve für Ersatzstrom, Ladung aus PV-Überschuss – die Prioritäten werden im Energiemanagement hinterlegt.
Aufstellung und Sicherheit
Innen- oder Außenaufstellung, Brandschutz, Anfahrschutz, Zugänglichkeit und Kabelwege.
Netz und Messung
Messkonzept, Abstimmung mit dem Netzbetreiber und Integration in die bestehende Unterverteilung.

Referenz
Schnelllader ohne neue Lastspitze.
Im Logistikzentrum erzeugten Schnellladesäulen für E-Lkw extreme Spitzen. Ein Speicher mit 200 kWh glättet die Lastkurve – die Spitze sank von 400 auf 280 kW.
Symbolbild
Peak Shaving
Logistikzentrum Bayern
- Speicher
- 200 kWh
- Lastspitze
- 400 → 280 kW
- Einsparung pro Jahr
- 14.400 €
Schnellladesäulen für E-Lkw erzeugten extreme Lastspitzen. Der Speicher glättet die Lastkurve und senkt den Leistungspreis.
Symbolbild
Gewerbe-PV mit Speicher
Produktionshalle Schwaben
- Leistung
- 150 kWp
- Eigenverbrauch
- 65 %
- Netzentgelt gespart pro Jahr
- 12.000 €
Aufdachanlage für einen metallverarbeitenden Betrieb, ausgelegt auf Grundlast und Strombedarf der Produktionsmaschinen.