Die Aufgabe: Photovoltaik am Baudenkmal
Das Forum der Zukunft des Deutschen Museums – ein denkmalgeschütztes Gebäude von 1935 an der Münchner Ludwigsbrücke – sollte eine Photovoltaikanlage bekommen. Die Denkmalschutzauflagen verlangten, dass sich die Anlage optisch in das historische Kupferdach einfügt.
Die Lösung: rahmenlose Module, an das Kupferdach angeglichen
Wir haben 122 rahmenlose Module (je 120 × 220 cm, 500 Wp) geplant und installiert, farblich an das grüne Kupferdach angeglichen. Die Module haben dieselben Abmessungen wie die vorhandenen Abzugsklappen; so entsteht ein ruhiges Gesamtbild, das den Denkmalschutzanforderungen entspricht.
Jedes Modul hat einen eigenen Wechselrichter. Ist ein Modul verschattet, erzeugen die übrigen weiter Strom – wichtig bei einer komplexen Dachgeometrie.
Speicher und Energiemanagement
Die Anlage ist auf Eigenverbrauch ausgelegt; Strom wird nicht ins öffentliche Netz eingespeist. Ein 50-kWh-Batteriespeicher nimmt Überschüsse auf und verschiebt sie in die Abendstunden. Das Energiemanagement gleicht den Verbrauch des Gebäudes mit der aktuellen und erwarteten Solarerzeugung ab und steuert Speicher und Verbraucher entsprechend.
Das Ergebnis
Photovoltaik und Denkmalschutz schließen sich nicht aus. Mit abgestimmter Gestaltung und früher Einbindung der Denkmalbehörde lassen sich auch historische Gebäude mit Solarstrom versorgen, ohne ihr Erscheinungsbild zu beeinträchtigen.
